In der News-Rubrik finden Sie jeden Monat einen speziellen Wandertipp vom Präsidenten des Verkehrsvereins Fischingen, Werner Ibig.

Hier können Sie seine Wandertipps der letzten Monate nachlesen.

Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Erkunden des Tannzapfenlandes!


Monatswanderung August 2016

Höhen und Tiefen an der Kantonsgrenze

Die Sedelegg ist ein beliebter Aussichtspunkt mit Panoramatafel, die bei der Orientierung gute Dienste leistet. Um diesen Aussichtspunkt zu schützen, hat der Verkehrsverein Fischingen weit vorausschauend – lange vor jeder Raum- und Zonenplanung – die Landparzelle gekauft und mit einem Bauverbot geschützt. Der Rastplatz mit Feuerstelle ist sehr beliebt und intensiv genutzt, leider manchmal auch verschandelt. Im Bereich der Sedelegg standen mehrere Bauernhöfe, Johann Adam Pupikofer gibt in seinen „Gemälden der Schweiz“, 1837, acht Höfe an. Der letzte brannte gegen Ende des 19. Jahrhunderts ab. Dem sehr intelligenten, aber gegen die Obrigkeit aufmüpfigen Besitzer, wurde Brandstiftung angelastet. Ohne klaren Schuldnachweis wurde er ins Gefängnis gesperrt, wo er starb. Sein Knecht gestand Jahre danach die Brandstiftung als Racheakt gegen seinen ungeliebten Herrn. Seit über hundert Jahren gehört das Land mit den umfangreichen Waldungen der Korporation Sedelegg, die das Landwirtschaftsland verpachtet hat und den Wald selber bewirtschaftet.

Der Steinenbach hat sein Quellgebiet am Hörnli und bildet an seinem Oberlauf die Kantonsgrenze zwischen Thurgau und Zürich. Die Höfe Horn, Meiersboden und Reggtal am rechten Bachufer gehören zur Gemeinde Fischingen TG, die linksufrigen Höfe Wolfen und Cholwies zur Gemeinde Bauma ZH. Die Thurgauer Bewohner im Steinenbachtal führen das Leben, wie es für viele Grenzgebiete typisch ist. Sie sprechen Zürcherdialekt und sind dem Wasser entlang orientiert, also Steinenbachtal abwärts nach Turbenthal und Winterthur. Die Kinder besuchen die Schulen im Kanton Zürich. Das ist seit langer Zeit in einem Staatsvertrag zwischen den beiden Kantonen geregelt. Ihre politischen Rechte aber üben die „Steinenbächler“ im Thurgau aus, wo sie ihre Steuern bezahlen. Das Steinenbachtal ist die Grenzgebiet zwischen dem reformierten Zürich und dem katholischen Hinterthurgau. Das Steinenbachtel, so bescheiden es erscheint, trägt alle Merkmale einer Grenzregion, mit denen sich die Bewohner in ihrem Alltag arrangieren müssen.

Unsere Rundwanderung – grösstenteils abseits der offiziellen Wanderwege – beginnen wir auf der Sedelegg, die man am besten von Sitzberg her erreicht, das auch vom öffentlichen Bus bedient wird. Wir wenden uns nach Südwesten und folgen der Flurstrasse, später einem schmalen Pfad steil abwärts. Der Spätsommer bietet am Wegrand eine reiche Flora, die von vielen Insekten und Faltern besucht wird. Falls man nicht den genau hier vorgesehenen Abstieg findet, trifft man anstatt bei Reggtal wenig weiter talabwärts in Steinen auf die Strasse, der wir talaufwärts folgen. (Man kann die Wanderung übrigens auch in Steinen beginnen, das mit dem öffentlichen Bus versorgt wird.) Nach dem Weiler Meiersboden überqueren wir eine kleine Brücke. Auf der Zürcher Seite steht ein Wohnhaus, auf der Thurgauer Seite die Knochenstampfe, wo in alter Zeit Knochen zu Dünger zermahlen wurden. Unter der Brücke durch führt eine Antriebswelle, mit der die Wasserkraft des Steinenbachs in der Werkstatt des Wohnhauses genutzt werden konnte. Etwas weiter bachaufwärts ist die alte Staueinrichtung zu sehen. Ein Stück Industriegeschichte im Kleinformat. Bevor die Strasse rechts nach Heurüti hinaufführt, überqueren wir den Steinenbach nach links und folgen einem verwachsenen Weg durch die Weiden aufwärts. Es gilt einige Zäune zu überwinden, denn das steile Gelände wird vorwiegend extensiv beweidet. Nach Durchquerung eines verwilderten Feuchtgebietes gelangen wir auf der „Ackerwieshöhe“ auf die Strasse Rotbühl-Allenwinden, an deren Rand wir links dem Panorama-Wanderweg über Rotbühl nach Sedelegg folgen. Etwas über der Mitte treffen wir die beiden ehemaligen Schulhäuser von Dingetswil an, der ehemals höchst gelegenen Schule im Thurgau. Das erste Schulhaus stammt aus dem Jahr 1837, das neue wurde 1908-09 erbaut und 1998 mangels Schülern geschlossen. Die heutigen Besitzer haben es zu einem Wohnhaus umgebaut.

Damit man sich‘s gemütlich einrichten und die herrliche Natur geniessen kann, setzt man für die Rundwanderung sicher 3 ½ Stunden ein. Wer mit dem öV anreist, rechnet von Sitzberg zur Sedelegg ½ Stunde, ab Steinen braucht man keine zusätzliche Zeit einzurechnen.

Wer gern den Puls wilder Natur spürt und über die nötige Kondition verfügt, kann anstatt den Wegen den Bächen folgen. Zum Beispiel dem Steinenbach bis hinauf in sein Quellgebiet am Hörnli. Aber aufgepasst, da gibt es such gefährliche Passagen und Felswände. Eine diskrete Ahnung von der Bachtobelgeografie erhält man auf dem Weg von Sedelegg hinunter zum Reggtal, wo man vom sicheren Weg aus die Wildheit der Natur sieht. Interessant und natürlich etwas anspruchsvoller, ist auch der Aufstieg entlang dem Bach, der zwischen Meiersboden und Wolfen links hinauf nach Rotbühl führt. Mit einer solchen Bachtobelerkundung wird der Zeitbedarf entsprechend grösser. Da lohnt es sich, einen Tag einzusetzen, ein Grillfeuer vorzusehen und die Ruhe und Wildnis des thurgauisch-zürcherischen Grenzgebietes in vollen Zügen zu geniessen.

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Monatswanderung April 2016

TKB Waldlehrpfad

Was ist zu dieser Jahreszeit interessanter als eine gemütliche Wanderung, die den Spuren des Frühlings folgt. Das aufmerksame Auge entdeckt auf Schritt und Tritt die ersten Pioniere, die sich dank der Wärme des Frühlings aus der Winterstarre ans Licht wagen. Am Boden blühen Bärlauch, Schlüsselblume, Buschwindröschen, Veilchen, während die Sträucher und Bäume noch tot scheinen. Doch Hasel und Weide sind ganz unscheinbar schon verblüht und andere Bäume und Sträucher bereiten die Verbreitung ihres Blütenstaubs vor, zum Leidwesen der Allergiker. Schwarz- und Weissdornblüten leuchten aus dem toten Holz.

Wer die Schritte der Natur vom Winter in den Sommer mitverfolgen will, macht diesen Spaziergang mehrmals in Abständen von einigen Tagen und wird staunen. Es gibt Pflanzen, die in kürzester Zeit einen Sprung aus der Winterruhe wagen, während andere ganz zaghaft ihr Sommerkleid entfalten, als würden sie der neuen Jahreszeit noch nicht ganz trauen. Wieder andere zeigen noch lange keinerlei Anzeichen von Frühlingserwachen, aber plötzlich entfalten auch sie ihre Blüten und Blätter. Der Waldlehrpfad der Thurgauer Kantonalbank mit Start beim Forsthof gibt dem Frühlingserwachen Namen, denn die Pflanzen sind mit Schildern beschriftet. Informationstafeln machen auf Phänomene der Natur aufmerksam.

Auch die Tiere sind erwacht; Käfer, Spinnen, Insekten. Frühaufsteher, die sich ruhig bewegen, haben die Chance ein Reh, einen Fuchs oder einen Dachs zu beobachten. Das Konzert der Vögel, die mit ihrem Gesang die Lebensräume abstecken, ist auf jeden Fall ein Genuss.

Mit der Feuerstelle beim Forsthof an der Murg und dem Picknickplatz Chilberg, die zum Waldlehrpfad gehören, lässt sich ein gemütlicher Familiensonntag in der Natur gestalten.

Man kann den Waldlehrpfad auch in eine ausgedehntere Wanderung einbauen, zum Beispiel indem man ab dem Start zum Vitaparcours entweder den unteren Weg entlang dem frisch ausgeholzten Waldrand oder den oberen Weg durch das Schlyffitobel Richtung Fischingen wählt. Dort kann man sich im Restaurant Sternen oder im Restaurant des Klosters stärken.

Sportliche verbinden den Besuch des Waldlehrpfades mit einer Runde auf dem Vitaparcours.

So oder anders, der Waldlehrpfad motiviert für Bewegung, Entdeckung, Frühlingsgenuss. Alle Sinne sind angesprochen vom Erwachen der Natur nach dem langen Winter. Wer sich vom Regen nicht abschrecken lässt, wird staunen und erkennen, dass die Natur kein „schlechtes“ Wetter kennt.

Die Wanderkarte des Verkehrsvereins Fischingen „Wandern im Tannzapfenland“ zeigt die Fülle von Bewegungsmöglichkeiten in der freien Natur. Sie kann auf der Gemeinde Fischingen und in unseren Gastbetrieben gratis mitgenommen werden.

Interaktive Wanderkarte

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Monatswanderung November 2015

Über den Tanneggergrat – faszinierend und abwechslungsreich

Eine Wanderung über den Tanneggergrat ist besonders attraktiv im Herbst, wenn der Wald nach dem Laubfall die Fernsicht freigibt. Sie ist dann aber auch besonders anspruchsvoll, weil das feuchte Laub am Boden das ebenfalls feuchte Wurzelwerk zudeckt und den Weg stellenweise ziemlich rutschig macht. Da ist Vorsicht geboten, denn an einigen Stellen ist der Weg sehr schmal und das Gelände auf beiden Seiten steil abfallend. Geeignete Wanderschuhe sind unentbehrlich, Stöcke geben zusätzliche Sicherheit. In diesem urwaldähnlichen Gebiet mit den Nagelfluhfelsen lebt übrigens eine Kolonie von Gämsen. Mit etwas Glück bekommt man sie zu sehen.

Wir starten im Zentrum von Dussnang beim Wegweiser an der Brücke über den Tanneggerbach und folgen dem Weg bachaufwärts. Bei der Holzbrücke verlassen wir den Wanderweg Richtung Staatsstrasse (Tanneggerstrasse) und folgen dieser Richtung Tannegg bis wir rechts den Wegweiser sehen, der uns steil rechts hinauf zum Tanneggergrat lenkt. Eine Tafel bei der Burgruine Tannegg lässt uns in die Hintergründe dieses historischen Ortes blicken. Bis zum Weiler Niederwies folgt jetzt die Königsetappe, die Gratwanderung. Knorrige Bäume, die auf dem trockenen Nagelfluhfels ihren Überlebenskampf führen, säumen den Weg. Das kräftige Wurzelwerk weist darauf hin, dass eine gute Verankerung hier ein wichtiger Teil der Überlebenskunst ist. Der Wanderwegweiser bei Niederwies ist etwas versteckt in einer Hecke. Bald folgen wir ein Stück weit der Strasse, die von Bichelsee nach Sitzberg führt, bis der Wanderweg rechts aufwärts in Richtung Hochwacht abzweigt. Eine neu erstellte Waldstrasse führt uns bis nach Sitzberg, wo wir uns im Restaurant Sternen verpflegen können. Von hier kann man verschiedene Abstiege zurück zum Ausgangspunkt wählen:

  • über Speck – Unterspeck – Schurten – Hatterswil.
  • über Chrinnenberg – Wald – Boden – Riet – Schurten.
  • über Sedelegg (Ratsplatz mit Feuerstelle, Aussichtspunkt mit Panoramatafel) – Siggisegg – Oppel – Schurten (Restaurant Mühle).
  • über Zinggen – Buchegg (Feuerstelle, Aussichtspunkt) – Vorderthal – Erlen. Diese Variante erfordert rund 4 Stunden, belohnt aber auch mit besten Aussichten auf dem Panoramaweg zwischen Sitzberg und Zinggen.

Auffallend sind die vielen Grenzsteine. Auf dem Tanneggergrat markieren sie die Gemeindegrenze zwischen Fischingen und Bichelsee-Balterswil, nachher erkennen wir die Kantonsgrenze zwischen Thurgau und Zürich.

Für diese Wanderung sollte man einen Tag mit klarer Fernsicht wählen, damit man nicht nur die Anstrengungen des Auf- und Abstiegs hat, sondern auch den Genuss der Fernsicht mit immer wieder wechselnden Ausblicken.

In Dussnang bieten die Restaurants Brückenwaage, Parkcafé und Rössli sowie das Kaffee Tannzapfe im Kneipphof alles, was müde Wanderer gern haben.

Interaktive Wanderkarte

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Monatswanderung September 2015

Einweihung und Jubiläum der Waldkapelle auf der Ottenegg

Sie gilt als Geheimtipp unter Wanderern, die abseits der Menschenströme ruhige Pfade gehen. Sie ist ein Ort des Innehaltens und Ruhigwerdens, ein bescheidener Wallfahrtsort, unaufdringlich, unauffällig, ja sogar gut versteckt. Geborgen von den grossen Bäumen des Staatswaldes am steilen Hang der Ottenegg, platziert auf einer sprudelnden Wasserquelle. Die St. Iddakapelle auf Mariahalden / Ottenegg. Ihre Errichtung wurde vom ersten Direktor des Vereins Kloster Fischingen aus Dankbarkeit für eine erfolgreiche Betteltour durch Europa veranlasst. Die Einweihung erfolgte 1890 im Beisein des Bischofs von Basel, Leonhard Haas. Die Kapelle wird also 125 Jahre alt! Zum hohen Geburtstag wurde sie im Sommer 2015 erneuert und für die Zukunft gerüstet.

Das Dach hatte eine gründliche Erneuerung nötig, und der Dachreiter erhielt neue Schindeln. Eine neue aber bescheidene Möblierung gestaltet den Ort einladender. Die Schäden an den Mauern wurden behoben. Der wuchernde Wald rundherum ist ausgelichtet worden. Ein Facelifting für eine alte Dame, nicht um sie aufzutakeln, sondern ihre würdige Patina nachhaltig zu erhalten, zur Freude aller, die diesen meditativen Ort besuchen.

Neben der am Abhang versteckten Kapelle wurde auf der Anhöhe eine Marienstatue auf einer hohen Säule angebracht, die in den nächsten Jahren ebenfalls Erneuerungsbedarf hat. Beide Anlagen stehen auf dem Boden des Staates Thurgau, gehören jedoch dem Verein Kloster Fischingen. Es besteht ein unbefristetes Baurecht.

Die Ottenegg ist unbestritten ein besonderer Ort, still, mit bester Aussicht bis auf die Hegau Vulkane, dem die St. Iddakapelle auf Mariahalden und die Marienstatue zusätzlich einen religiösen und spirituellen Charakter verleihen. Um dieses kleine Paradies zu erhalten, führt der Verein Kloster Fischingen eine Geldsammlung durch, IBAN CH48 0900 0000 8500 2502 6 / Vermerk: Ottenegg

Die Einweihungs- und Jubiläumsfeier findet am Bettag, 20. September 2015 statt.

Programm

  • 09.30 Uhr: Gottesdienst mit Kollekte für die Kapelle / Mitwirkung der Jodelgruppe Klancanto, Güttingen, Leitung Guido Rüegge
  • 10.45 Uhr: Einfaches Mittagessen in der Turnhalle
  • 11.45 Uhr: Wanderung auf die Ottenegg, parallel dazu Fahrgelegenheit.
  • 13.15 Uhr: Segnung der Kapelle durch P. Gregor Brazerol
  • Abgabe eines Getränks, Rückkehr zu Fuss oder mit Shuttle-Bus

Keine Zufahrt zur Ottenegg mit Privatfahrzeugen, höchstens bis Parkplatz Au.

Wer nicht anlässlich der Einweihung am Bettag dabei sein kann oder will, sondern diesen besonderen Ort lieber allein und individuell besucht, hat dazu verschiedene Möglichkeiten.

Man kann die Wanderung beim Kloster Fischingen beginnen (Bushaltestelle, Parkplatz, Restaurant) oder in Au (grosser Parkplatz).

Von Fischingen folgt man dem kantonalen Wanderweg mit der gelben Markierung über Neuschür, nach dem Hof vor dem Waldeingang links und dann dem Strässchen rechts folgen. Steil aufwärts erreicht man zuerst die Iddakapelle und nach einem weiteren steilen Aufstieg die Mariastatue. Wer den Abstieg über Ottenegg Bleiken wählt und dann dem Pilgerweg zurück nach Fischingen folgt, braucht für die Rundwanderung ca. 2 Stunden. Für den Rückweg über Höll-Neu Kappegg-Au muss man eine knappe Stunde dazurechnen. Wer es sportlich mag und die höchste Erhebung im Thurgau besteigen will, macht die Schlaufe über Höll-Grat-Holenstein-Allenwinden-Anderwil-Au, was dann insgesamt ca. 3 ½ Stunden dauert.

Welche Variante man immer wählt, es lohnt sich gemütliches Wandern, was aber etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt. Denn immer wieder geniesst man neue Ausblicke, sei es weit hinaus in den Thurgau bis zum Bodensee, hinunter in den Talkessel mit dem Dörfchen Au, hinüber zum Grat mit Buchegg, übers Murgtobel zur Iddaburg oder hinauf ins Toggenburg und in den Alpstein.

Interaktive Wanderkarte

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Monatswanderung August 2015

Sitzberg – Sedelegg

Unsere August-Wanderung beginnt im Zentrum von Dussnang. Der Wanderweg führt von der Brücke über den Tanneggerbach beim Friedhof dem Bachufer entlang aufwärts. Die kunstvolle Holzbrücke, genannt Entenbachbrücke,  ist Ergebnis eines Projektes einheimischer Zimmermannslehrlinge im Jahr 1991. Zwischen dem Dörfchen Tannegg mit dem schmucken Riegelbau der alten Mühle und Hatterswil zweigt der Weg rechts von der Staatsstrasse ab und führt uns zuerst als Flurstrasse, später als schmaler Pfad ins idyllische Tobel des Tanneggerbaches. Beim Restaurant Mühle in Schurten steigen wir rechts steil hinauf gegen Speck und finden in Sitzberg die kleine Kirche und das Restaurant Sternen. Von hier aus gegen Südosten blicken wir zum Chapf, der als freistehender Hügel mit 842 m Höhe einen herrlichen Blick ins Weite bietet. Ein Flurweg führt ein Stückweit hinauf, dann kraxelt man den letzten Rest zum Aussichtspunkt. Zwei Bänke des VVF mit Aussicht nach Süden bzw. Norden laden zum Verweilen ein. Pionierbäume, welche die Trockenheit auf diesem Nagelfluhhügel überdauern, spenden Schatten, ohne die Aussicht zu stören.

Hier oben wurde die „Bänkli-Szene“ im Film „Sternenberg“ mit dem inzwischen verstorbenen Schauspieler Matthias Gnädinger gefilmt. Die Anwohner erzählen gern Anekdoten über die Dreharbeiten!

Wir folgen der Asphaltstrasse bis Chrinnenberg, wo wir links über Wald-Boden-Riet zurück nach Schurten gelangen können, und von dort den gleichen Weg zurück nach Dussnang nutzen.

Wer gern noch die Gelegenheit zum Grillieren wahrnehmen und das herrliche Alpenpanorama (mit Panoramatafel) auf dem Rastplatz Sedelegg (851 m) geniessen will, kehrt über Egg-Siggisegg-Oppel zurück nach Dussnang. Entweder wählt man den Weg über Mühle und das Bachtobel, oder man folgt der Staatsstrasse bis Hatterswil und gelangt so zurück nach Dussnang.

Während der Weg über Wald-Boden-Riet durch den Talkessel von Schurten führt, ist der Weg über Egg-Siggisegg-Oppel teilweise ein Panoramaweg mit reizvoll wechselnden Ausblicken. Die zeitliche Differenz macht kaum eine halbe Stunde aus.

Je nach Kondition und Wanderphilosophie dauert die Wanderung 2 ½ – 4 Stunden.

Interaktive Karte zur Wanderung

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Monatswanderung Juni/Juli 2015

Rund um den Hackenberg

Die leichte Wanderung für einen Sonntagnachmittag, aber auch als Morgen- oder als Abendspaziergang ist besonders geeignet für heisse Sommertage. Im Schatten des lichten Waldes folgen wir den gut ausgebauten und unterhaltenen Waldstrassen, die kinderwagentauglich sind. Da die Wanderung wenig Steigung und Gefälle aufweist, eignet sie sich gut für Kinder. Immer wieder wird der Blick frei auf die Umgebung ausserhalb des Waldes.

Aufmerksame Pflanzenfreunde erfreuen sich besonders an der reichhaltigen Flora, die den Wegrand säumt. Die unterschiedliche Bodenbeschaffenheit und Besonnung der extensiven Wiesenflächen an den Wegböschungen lassen verschiedenste Pflanzengesellschaften gedeihen. Die Blüten werden von allerlei Insekten besucht.

In die Rundwanderung kann man von den Ortschaften rund um den Hackenberg einsteigen: Dussnang, Vogelsang, Wallenwil, Balterswil, Itaslen.

Interaktive Karte zur Wanderung

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Monatswanderung Mai 2015

Chranzenberg und Anwiler Riet

Wir beginnen unsere Wanderung im Zentrum von Dussnang; Bushaltestelle Kurhotel oder Parkplatz beim Restaurant Brückenwaage (1). Dorfabwärts überqueren wir den Tanneggerbach, die Fischingerstrasse und die Murg. Schon stehen wir vor dem imposanten Hügel der Martinskapelle in Oberwangen (2), einem Grubenmann Bau, der gemäss Legende an einen Brudermord erinnert.

Wir biegen kurz nach dem Martinsberg rechts in die Sägestrasse ein und wählen nach 100 Metern die Verbindung zur Aumühlestrasse über den Aumühlebach. Hier folgen wir dem Wanderweg links hinauf auf den Gampen und biegen auf dem höchsten Punkt wieder links ab Richtung Hunzenberg. Unmittelbar nach dem Weiler Hunzenberg führt ein Wiesenweg hinauf zum Chapf (3), einem Aussichtspunkt mit Triangulationspunkt. Bei klarem Wetter geniesst man hier eine herrliche Aussicht bis hinaus auf den Bodensee und die Hegau Vulkane, aber auch in den Alpstein, auf die Iddaburg, den Nollen und das Schloss Sonnenberg.

Wir folgen der Flurstrasse Richtung Osten und gehen weiter auf dem Wiesenweg bis zur Waldecke, wo wir rechtwinklig links abbiegen. Schon bald können wir den imposanten Platz der einstigen Burg Chranzenberg (4) erkunden, mit ihrem tiefen Halsgraben gegen Süden und den nach allen Seiten steil abfallenden Hängen. Ein gut befestigter Ort, von der Natur gegeben, sicher vor Angreifern, aber bei Sturm wohl eine ungemütliche Wohnung.

Wir halten uns strikte geradeaus und folgen dem Weg über den schmalen Grat, rechts das Littenheider Tal, links das Feuchtgebiet von Mooswangen und das Anwiler Riet (5), Naturschutzgebiete von nationaler Bedeutung. Beim Anblick der beiden Weiher in der Tiefe wenden wir uns links und folgen der Naturstrasse Richtung Strickhof. Wer gut auf den Wegweiser achtet, wählt den Wiesenwanderweg am rechten Ufer des Mosswangerbachs anstatt der Asphaltstrasse.

Durch das kleine Dorf Anwil erreichen wir wieder die Fischingerstrasse, die wir bei den ersten Häusern von Wies überqueren (Vorsicht!). Kurz nach der Murgbrücke führt der Weg hinauf Richtung Vogelsang. Dem Waldrand entlang (6) geniessen wir Richtung Nordwesten die Aussicht über die von den Gletschern der letzten Eiszeit sanft geformte Hügellandschaft. Der Wanderweg mündet rechts in die Schwalbenstrasse, die wir schon bald wieder nach links verlassen, um über Essenheid an den Ausgangsort zurückzukehren.

Interaktive Karte zur Monatswanderung Mai 2015

Für eine Stärkung nach dieser gut zweistündigen Wanderung empfehlen sich die Restaurants in Dussnang: Brückenwaage, Kneipphof, Parkcafé, Rössli.

Wer sich für die Baudenkmäler (Kirche Maria Lourdes, Kreuzkirche, Martinskapelle) interessiert, findet weitere Information auf dem Flyer „Kulturspaziergang Fischingen“.

Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Erkunden!

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Monatswanderung April 2015

Besuch der grossen Tanne im Staatswald bei Au-Fischingen

Ein imposanter einheimischer Baum, um 200 Jahre alt, der wohl viele Geschichten erzählen könnte, wenn er könnte. Ein Besuch bei der grossen Tanne regt uns an, die Geschichten zu denken, die sie in ihrem Holz verborgen hält. Ein meditativer Ort. Sie ist nicht ganz leicht zu finden – vielleicht ist sie genau deshalb so alt geworden. Der Forstbetrieb Fischingen hat den eindrücklichen Baum neu vermessen und in Zusammenarbeit mit dem VVF den Weg ausgebessert und beschildert sowie die Beschriftung erneuert.

Ein Besuch bei der grossen Tanne ist mit einem kurzen Waldspaziergang von weniger als einer Stunde möglich oder lässt sich in eine mehrstündige Wanderung einbauen. Jetzt, wo der Frühling Tag für Tag die Natur verändert, lohnt sich eine Entdeckungsreise durch die ausgedehnten Wälder ganz besonders.

Vorschlag 1, Ausgangspunkt Fischingen (1) / 75 Minuten: Am Fusse des Klosterhügels überquert man die Murg und folgt dem kantonalen Wanderweg durch das Quartier Rudlen, der ein Stück steil ansteigt und dann durch die gut gepflegten Staatswaldungen zur Waldhütte Klosterblick mit Feuerstelle führt. Ca. 150 Meter weiter zweigt man links zur unteren Waldstrasse ab und dort wieder links. Nach weiteren 100 Metern führt links ein Weg zuerst aufwärts dann abwärts zur grossen Tanne. Den Rückweg geht man hinunter zur Staatsstrasse Fischingen-Au, folgt ihr rechts ca. 150 Meter, biegt dann links in die Waldstrasse ein und folgt links dem Pilgerweg nach Fischingen über Neuschür.

Interaktive Karte zu Vorschlag 1

Vorschlag 2, Ausgangspunkt Parkplatz Au (2) / 50 Minuten: Man folgt der Asphaltstrasse zwischen Restaurant und Kirche Richtung Rotbühl bis ca. 150 Meter in den Wald hinein und wählt in der Linkskurve die rechts abzweigende Waldstrasse. Kurz vor der Waldhütte „Klosterblick“ mit Feuerstelle wendet man spitz rechts hinunter zur unteren Waldstrasse und dort wieder links. Nach weiteren 100 Metern führt links ein Weg zuerst aufwärts dann abwärts zur grossen Tanne. Den Rückweg kann man entlang der unteren Waldstrasse bis zur Strasse Au-Rotbühl wählen und so zum Parkplatz zurückkehren. Oder man steigt hinunter zur Staatsstrasse Fischingen-Au, folgt ihr rechts ca. 150 Meter, biegt dann links in die Waldstrasse ein und folgt rechts dem Pilgerweg nach Au, vorbei an der Feuerstelle „Melchboden“.

Interaktive Karte zu Vorschlag 2

Vorschlag 3 / 2 Stunden: Eine sehr attraktive Wanderung führt ab Fischingen auf dem kantonalen Wanderweg über Neuschür, links hinauf zur Ottenegg (3), ein besinnlicher Ort mit Waldkapelle und Marienstatue. Bei schönem Wetter geniesst man eine herrliche Aussicht über den Thurgau und mit etwas Glück bis hinaus in die Hegau Vulkane. Weiter geht es über Höll, Neu Kappegg nach Au, entlang dem Pilgerweg und dem Aubach bis kurz nach der Feuerstelle Melchboden. Hier biegt man links in die Staatsstrasse Au-Fischingen ein, folgt ihr ca. 150 Meter rechts und steigt dann links die Waldstrasse hinauf. Nach weiteren 150 Metern folgt man rechts dem Weg zur grossen Tanne. Man kehrt wieder zurück zum Pilgerweg und folgt diesem nach Fischingen.

Interaktive Karte zu Vorschlag 3

Vorschlag 4 / 3 Stunden: Der Besuch der grossen Tanne lässt sich in eine längere Wanderung einbauen von Fischingen (1) entlang dem kantonalen Wanderweg (4) über Kreuzhof (Wegweiser gut beachten), Rotbühl, Gentenegg, Allenwinden, Au, Von dort, siehe Vorschlag 3.

Interaktive Karte zu Vorschlag 4

Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Erkunden!

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